VDA 238-200 (11/2020)

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VDA 238-200: Prüfung von Feinblech - Werkstoffen auf wasserstoffinduzierte Rissbildung / Testing of the susceptibility of advanced high strength steel sheets to hydrogen induced cracking general guidance (Version 11/2020) - Gruppenlizenz (group license), AGB (GTC) Art. 10, 2

Bauteile aus hochfestem Stahl können durch die Einwirkung von Wasserstoff spröde versagen. Dies erfolgt oft zeitverzögert und ohne Vorwarnung.

Metallphysikalisch wird unter wasserstoffinduzierter Rissbildung oder Wasserstoffversprödung eine Werkstoffschädigung infolge von im Metallgitter vorhandenem oder eindiffundiertem atomaren Wasserstoff verstanden. Unterschieden wird hierbei zwischen der wasserstoffinduzierten Spannungsrisskorrosion (HISRK, engl. HISCC) und der verzögerten wasserstoffinduzierten Rissbildung (engl. „delayed fracture“).

Werkstoffschäden durch Wasserstoff können nur auftreten, wenn folgende Randbedingungen gleichzeitig erfüllt sind, siehe Bild 1:

  •       Ein Werkstoff mit ausreichender Festigkeit und kritischem Gefügezustand,
  •       ein ausreichendes Angebot an diffusiblem Wasserstoff, z.B. durch Korrosionsprozesse oder saure Medien und
  •       ein kritischer Spannungszustand, z.B. konstant hohe Zugspannungen im Bereich der Werkstoffstreckgrenze.